Leider wird die Brennnessel viel zu oft vorschnell als Unkraut abgetan. Grund dafür ist, dass sie bei Hautkontakt sticht und danach ein lästiges Jucken verursacht. Außerdem neigt sie in halbschattigen Gartenbereichen zum Wuchern.

Tatsächlich ist sie jedoch mehr, als nur ein Unkraut. Die Brennnessel ist eine Wildpflanze, die es so richtig in sich hat. Sie enthält viel Chlorophyll und eignet sich daher bestens für die Zubereitung grüner Smoothies. Aufgrund ihres hohen Gehalts an Nährstoffen wird sie sogar als Heilpflanze betrachtet.

In der Brennnessel enthaltene Nährstoffe

100 Gramm frische Brennnesselblätter enthalten

Natrium: 80 mg
Kalium: 400 mg
Kalzium: 200 mg
Phosphor: 120 mg
Magnesium: 40 mg
Eisen: 2.2 mg
Vitamin A: 400 µg
Vitamin E: 800 µg
Vitamin B1: 200 µg
Vitamin B2: 150 µg
Vitamin B3: 800 µg
Vitamin C: 175 mg

Als Zutat für grüne Smoothies

In den Smoothie kommen ausschließlich die Blätter der Pflanze. Brennnesselblätter enthalten keine sehr zähen Fasern und sind daher leicht im Mixer zu zerkleinern. Sie verleihen dem Smoothie einen relativ hellen Grünton, besonders wenn die Heilpflanze noch noch jung ist.

Im Geschmack ist der Brennnessel-Smoothie leicht scharf. Über die Schärfe entscheidet sowohl das Alter der Blätter als auch deren Anzahl. Junge Brennnesselblätter sind ein wenig milder. Neulinge, die den scharfen Geschmack noch nicht gewohnt sind, fangen am besten mit einer kleinen Menge an. Meist genügt es für den Anfang, pro halben Liter Smoothie-Menge ca. eine halbe handvoll Brennnesselblätter zu mixen. Wer sich an den Geschmack gewöhnt hat oder die Schärfe generell mag, kann auch mehr nehmen.

Brennnesselblätter beschaffen und verarbeiten

Weil Brennnesseln als Unkraut angesehen werden, gibt es sie nicht zu kaufen. Das ist aber auch gar nicht so schlimm, schließlich sind sie in der freien Natur relativ leicht zu finden. Meist genügt ein kurzer Ausflug, um sich frische Brennnesselblätter zu beschaffen. Wer diesen Weg nicht ständig auf sich nehmen möchte, kann sie auch im eigenen Garten anbauen. Das ist zwar eher ungewöhnlich, dafür aber praktisch.

Die Suche ist meist nicht schwierig, wie schon einleitend angedeutet wurde, wachsen sie bevorzugt halbschattig. Am besten werden Brennnesseln als junge Wildkräuter geerntet. Sie sind daran zu erkennen, dass sie noch dünne und somit keine holzigen Stengel haben. Wir möchten an dieser Stelle nochmals betonen, dass nur die Blätter in den Smoothie kommen. Verwechslungen mit anderen Wildpflanzen sind relativ unwahrscheinlich. Am ehesten wird sie mit der Taubnessel verwechselt, die gerne in der Nähe von Gartenzäunen wächst.

Zur Verarbeitung ist nicht viel anzumerken. Die Blätter werden kalt abgewaschen und dann zusammen mit anderen Zutaten in den Mixbehälter gegeben. Sofern die Menge überschaubar bleibt, kommen auch kleinere Haushaltsmixer mit den Blätter gut zurecht.

Smoothie Rezepte mit Brennnessel

Brennnessel Löwenzahn Smoothie

Ein toller Smoothie für den Sommer. Wer einen Naturgarten besitzt, kann einen erheblichen Teil der Zutaten selbst ernten. Geschmackliche Abwechslung ist garantiert.