Einführung: Grundlagen, Ernährung und Zubereitung

Ausgangspunkt für die Green Smoothie Welle war die USA.  Innerhalb weniger Jahre haben sich grüne Smoothies auch hierzulande zu einem großen Ernährungstrend entwickelt. Doch viele Interessierte und Neulinge können nur bedingt mitreden, weil sie sich mit den Grundlagen noch nicht vollständig auseinandergesetzt haben. Die wichtigsten Informationen haben wir auf dieser Seite zusammengetragen.

Grüner Smoothie – unsere Definition

Der grüne Smoothie sieht auf den ersten Blick wie eine Variante des klassischen Fruchtsmoothie aus. Tatsächlich ist es aber so, dass im grünen Smoothie das Blattgemüse eindeutig die Hauptrolle spielt und das Obst eine dankbare Nebenrolle übernimmt – es ist weitgehend für den angenehmen Geschmack des gesamten Smoothies zuständig. Natürlich sind die zusätzlichen Vitamine und sonstigen Vitalstoffe der Früchte ebenfalls von Nutzen.

Victoria Boutenko, die in den USA lebt, will die grünen Smoothies erfunden haben. Dass bereits vor ihr jemand auf die Idee kam, Obst und Blattgrün zu einem Smoothie zu verarbeiten, gilt jedoch als wahrscheinlich. Dies ändert aber nichts an der Tatsache, dass Frau Boutenko einen maßgeblichen Beitrag zur heutigen Beliebtheit grüner Smoothies geleistet hat.

Die Speise selbst wird häufig als Getränk bezeichnet. Allerdings ist sie dies nur bedingt, letztlich kommt es auf die Konsistenz an. Gerade im Hinblick auf die Verdauung halten wir es für empfehlenswert, grüne Smoothies nicht zu trinken, sondern sie stattdessen zu löffeln.

Zutaten im Detail

Es wurde bereits angedeutet, dass für die Zubereitung Obst und Blattgemüse verarbeitet werden. Das Verhältnis kann je nach Rezept variieren, doch beide Bestandteile werden stets benötigt, da sie bedeutsame Aufgaben übernehmen. Je fortgeschrittener Sie werden, um so größer wird der Anteil an Blattgemüse sein – denn in erster Linie geht es um das enthaltene Blattgrün.

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  • Obst: Es ist für die Konsistenz des Smoothies verantwortlich und für die Süße, sorgt für eine Bindung zwischen den einzelnen Zutaten und mildert allgemein (gilt zumindest für die Mehrheit der Rezepte) den Geschmack.
  • Grünes Blattgemüse: Blattgemüse ist das zentrale Element des Grünen Smoothies, hierum dreht sich alles. Die Nährstoffdichte ist hier besonders hoch, die vielen guten Eigenschaften des Chlorophylls kommen hier zum Zug. Ebenso nimmt es Einfluss auf Geschmack und Farbe.
  • Wasser: Die Zugabe von Flüssigkeit ist erforderlich, damit die Zerkleinerung im Mixer zuverlässig gelingt und der Smoothie außerdem über eine gute Konsistenz verfügt. Er sollte nicht zu flüssig werden, ein grüner Smoothie ist kein Getränk.

Neben Früchten, Blattgemüse und Wasser gibt es  noch weitere mögliche Zutaten, die jedoch als optional gelten und vorrangig verarbeitet werden, um den Geschmack zu beeinflussen. Hierzu zählen vorrangig Kerne und Samen (z.B. Leinsamen), Speiseöle (z.B. Olivenöl), Zucker sowie Zuckersatzstoffe (z.B. Stevia). Wir möchten anmerken, dass entsprechende Zutaten im klassischen grünen Smoothie nicht vorkommen und generell versucht werden sollte, auf natürliche Zutaten zurückzugreifen. Wer beispielsweise seinen Smoothie süßen möchte, verwendet am besten reifes Obst oder fügt ein paar Datteln hinzu – sehr lecker!

Grüne Smoothies zubereiten

Die Zubereitung kann auf verschiedenem Wege erfolgen, theoretisch ist es sogar möglich, die Zutaten mit einem Pürierstab zu zerkleinern. Allerdings ist hiervon abzuraten, weil der zeitliche Aufwand enorm ist, der Breisaft sich erfahrungsgemäß stark erwärmt und keine schöne Konsistenz erlangt wird. Das Aufbrechen der zähen Fasern des Blattgemüses klappt nur bedingt.

Besser ist es, mit einem Mixer zu arbeiten. Allerdings sollte Vorsicht angebracht sein, viele Geräte halten dieser Belastung nicht lange Stand. Verantwortlich dafür zeigt sich das Blattgemüse, das über äußerst zähe Fasern verfügt. Es kommt häufiger vor, dass Motoren von Haushaltsmixern überhitzen und dabei zerstört werden. Deshalb sollten mit solchen Geräten besser nur kleine Mengen zubereitet werden. Wer an den grünen Smoothies Gefallen findet, schafft sich lieber einen Hochleistungsmixer an.

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Ein Hochleistungsmixer ist deutlich stärker motorisiert, was sich in Form einer höheren Belastbarkeit sowie einer enormen Drehzahl bemerkbar macht. Die Messer rotieren schneller, was zu einer optimalen Zerkleinerung des Blattgemüses führt. Insgesamt gibt es drei Punkte, die für eine Zubereitung im Hochleistungsmixer sprechen:

  • Belastbarkeit: Selbst größere Mengen an zähem Blattgemüse können dem Mixer nicht so schnell etwas anhaben.
  • Zerkleinerung: Die Zutaten werden ganz fein zerkleinert, was zu einer tollen Konsistenz und einem leckeren Geschmack führt.
  • Einfluss auf den Nährwert: Die im Blattgemüse enthaltenen Nährstoffe nimmt der menschliche Organismus nicht zwangsläufig auf. Häufig werden die Nährstoffe von den zähen Blattgemüsefasern so gut geschützt, dass sie vom Verdauungstrakt nicht verwertet und somit ungenutzt wieder ausgeschieden werden. Ein Hochleistungsmixer bricht mit seinen schnell rotierenden Klingen die zähen Fasern auf und macht die Nährstoffe dadurch zugänglich. Der Kauvorgang hat zwar einen ähnlichen Effekt, allerdings arbeitet der Mixer sehr viel wirkungsvoller.

Bedeutung für die Ernährung

Frucht-Smoothies werden vor allem wegen ihres leckeren Geschmacks konsumiert. Bei grünen Smoothies geht es jedoch weniger um den Geschmack, sondern viel mehr um den hohen Nährwert, der wiederum einen Beitrag zu einer gesunden Ernährung leisten kann. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass der oft relativ fruchtig-milde Geschmack viele Menschen dazu bringt, mehr Blattgrün zu verzehren. Vor allem Kinder lassen sich leicht begeistern, sodass immer mehr Eltern die Chance erkennen, ihren Nachwuchs auf diesem Weg mit zusätzlichen Nährstoffen zu versorgen. Das Video am Ende der Seite bestätigt die Begeisterung von Kindern für grüne Smoothies.

Schon allein die Früchte versorgen den Körper mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen. Hinzu kommen unzählige Ballaststoffe und Antioxidantien. Den Unterschied macht am Ende jedoch das das grüne Blattgemüse. Es enthält Chlorophyll (Blattgrün) sowie weitere Verbindungen, die den Körper mit zusätzlichen Nährstoffen versorgen, die andere Nahrungsmittel oft nur schwer bereitstellen können.

Nicht außer Acht zu lassen ist außerdem die optimale Zugänglichkeit der Nährstoffe, da ein Aufbrechen der zähen Blattgemüsefasern im Mixer erfolgt. Dementsprechend verkörpern grüne Smoothies eine hervorragende Möglichkeit, um einen Beitrag zu einer ausgewogenen und gesunden Ernährung zu leisten.

Wie die Integration in das persönliche Ernährungskonzept erfolgt, ist im Grunde ein eigenes Thema. Es gibt zum Beispiel Menschen, die grüne Smoothies in erster Linie als Nahrungsergänzung betrachten, um schlichtweg mehr Nährstoffe aufzunehmen. Andere ersetzen wiederum Mahlzeiten, um Nährstoffe aufzunehmen und gleichzeitig die Kalorienzufuhr zu verringern, um in Folge abzunehmen. Am Ende muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden, ob und wie er grüne Smoothies genießen möchte – Möglichkeiten, um sie in die alltägliche Ernährung zu integrieren, gibt es zu genüge.