Smoothies liegen im Trend – sie sind gefragter als je zuvor. Doch was ist ein Smoothie überhaupt? Die Antwort auf diese Frage lässt sich nicht auf einen Satz reduzieren. Auf dieser Seite zeigen wir, was es mit dem beliebten Getränk auf sich hat.

Viele bunte Smoothies

Was ist ein Smoothie – unsere Definition

Ein Smoothie ist nichts anderes als ein Getränk, das auf Basis von Früchten zubereitet wird. Je nach Rezept werden eine oder auch mehrere verschiedene Obstarten verarbeitet. Sie werden zerkleinert – und zwar so, dass das Fruchtfleisch weiterhin enthalten ist. Im Gegensatz zum klassischen Fruchtsaft wird das Fruchtfleisch bewusst nicht herausgefiltert, damit das Getränk schön sämig bleibt. Einige Experten sprechen deshalb auch von einem Breisaft.

Smoothie Rezepte: Frucht-Smoothies ganz einfach selber machen

Entdecken Sie eine Auswahl spannender Smoothie-Rezepte, die wir selbst entwickelt haben. Schon mit wenigen Zutaten lassen sich leckere Smoothies selbst zubereiten. Hier finden Sie unsere Rezepte für fruchtige Smoothies.

Die richtige Wassermenge finden

Die Zugabe von Wasser kann die Smoothie-Zubereitung stark vereinfachen, doch die Menge will gut abgestimmt sein. Unsere Hinweise und Tipps zur Wassermenge.

 

Übersicht der häufigsten Zutaten

Das Spektrum an Zutaten, die für die Zubereitung in Frage kommen, ist ungemein groß. Theoretisch wäre es möglich, nur eine Sorte Obst zu verarbeiten, in der Praxis kommt dies aber nur selten vor. Meist werden zwei bis drei Sorten zerkleinert, manchmal sogar noch erheblich mehr. Ziel ist es, ein tolles Zusammenspiel der Aromen zu erreichen.

Jede einzelne Zutat nimmt nicht nur Einfluss auf den Geschmack, sondern auch auf die Konsistenz. Viele Obstsorten verflüssigen sich beim Zerkleinern. Damit eine gute Sämigkeit erreicht wird, sind Avokados und Mangos ein häufiger Bestandteil von Frucht-Smoothies. Nur die Banane wird noch häufiger verarbeitet, gerade sie verspricht eine sämige Konsistenz.

Im Normalfall ist bereits ausreichend Fruchtzucker vorhanden, sodass auf ein ergänzendes Süßen verzichtet werden kann. Dennoch ist es möglich, den Geschmack durch Zugabe von Zucker oder Süßstoff zu verändern. In Anbetracht der gesundheitlichen Bedeutung empfiehlt es sich, auf Süßstoffe wie Stevia oder Xylit zurückzugreifen, da sie im Vergleich zu Zucker weniger Kalorien enthalten und ein verringertes Kariesrisiko aufweisen.

Zubereitung von Smoothies

Zentrales Element der Zubereitung ist das Zerkleinern aller Zutaten. Im heimischen Umfeld wird gerne auf den Pürierstab zurückgegriffen, weil dieser schlichtweg verfügbar ist. Wegen des größeren Komforts und der besseren Mixleistung wird am besten ein Mixer verwendet.

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Die Belastung die hierbei auftritt, ist nicht zu unterschätzen. Auch Frucht-Smoothies können für einen Haushaltsmixer zur Belastungsprobe werden. Wie bei der Zubereitung grüner Smoothies empfiehlt sich ebenfalls der Einsatz eines Hochleistungsmixers. Ein Gerät wie beispielsweise der Vitamix ist besonders leistungsstark und wird daher auch von zähen Zutaten nicht so leicht in die Knie gezwungen.

Bedeutung für die Ernährung

Die meisten Personen mögen den Smoothie in erster Linie wegen seines Geschmacks. Doch auch im Hinblick auf die Ernährung empfiehlt sich der Genuss. Grund dafür ist der hohe Gehalt an Nährstoffen, der sowohl den Zutaten als auch der Zubereitung geschuldet ist.

Früchte sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Je nach Zutat können jedoch große Unterschiede bestehen, weshalb eine gezielte Auswahl – vor allem wenn Smoothies zu einer gesunden Ernährung beitragen sollen – umso wichtiger ist. Auch den enthaltenen Antioxidantien wird von zahlreichen Ernährungswissenschaftlern eine hohe Bedeutung zugesprochen.

Die Zubereitung nimmt auf den Gehalt an Nährstoffen einen Einfluss, weil diese nicht herausgefiltert werden. Im Mixer werden die Früchte zwar intensiv zerkleinert, doch letztlich bleiben sämtliche Nährstoffe im Getränk, was gegenüber Saft den entscheidenden Unterschied macht. Zumal Fruchtsäfte haltbar gemacht werden. Hierbei findet eine Erhitzung statt, die unter anderem den Gehalt an Nährstoffen verringern kann. Frisch zubereitete Smoothies sind daher die bessere Wahl.

Abgrenzung vom grünen Smoothie

Im Grunde sind sich der klassische Frucht-Smoothie und der grüne Smoothie sehr ähnlich. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass der grüne Smoothie nicht ausschließlich auf Obst basiert, sondern stets Blattgrün enthält. Hierdurch wird das Spektrum an Nährstoffen signifikant erweitert, da Blattgemüse einige Nährstoffe enthält, die in Obst sowie in vielen anderen Lebensmitteln nicht vorkommen. Sofern es darum geht, einen besonders hohen Nährwert zu erzielen, genießt man lieber die grüne Variante.

Zuckergehalt von Frucht-Smoothies

Fruchtige Smoothies liegen unter anderem im Trend, weil sie eine tolle Alternative zu Softdrinks darstellen. Anstatt eine süße Limonade zu genießen, wird lieber auf den Smoothie ausgewichen – oftmals wegen der Annahme, der Smoothie würde weniger Zucker enthalten.

Im Allgemeinen trifft diese Annahme zu. Die meisten Limonaden enthalten unglaublich hohe Mengen an Zucker, zumal es sich hierbei um industriellen Zucker handelt. Hinsichtlich seiner Bedeutung für die Gesundheit genießt er nicht den besten Ruf, vor allem bei einem anhaltenden Konsum in großen Mengen kann er zahlreiche Erkrankungen begünstigen.

Das Ausweichen auf Frucht-Smoothies ist daher sinnvoll. Allerdings ist zu bedenken, dass Früchte ebenfalls Zucker enthalten. Hierbei handelt es sich um Fruchtzucker, der auch unter dem Namen Fructose bekannt ist. Wer sich näher mit ihm beschäftigen und Informationen recherchieren möchte, muss eine entscheidende Sache beachten. Fructose ist nämlich nicht gleich Fructose, es gilt penibel zwischen natürlicher Fructose (wie sie in frischem Obst enthalten ist) und industrieller Fructose zu unterscheiden. Erstere ist der mit Abstand bessere Zucker, weil sie dank ihres natürlichen Ursprungs vom Organismus leichter zu verwerten ist. Industrielle Fructose birgt hingegen Risiken, die später beim Thema Insulinausschüttung noch beleuchtet werden.

Fructose ist auch ein Lieferant für Energie. Je nach Fructosegehalt können Früchte daher zahlreiche Kalorien bereitstellen. Wer beispielsweise eine Diät machen will, sollte diesen Punkt unbedingt berücksichtigen – eine zu hohe Kalorienzufuhr kann den Prozess des Abnehmens stark bremsen. Umso wichtiger ist es daher, über den Kaloriengehalt einzelner Zutaten Bescheid zu wissen.

Früchte mit einem hohen Kaloriengehalt

Korinthen: 327 kcal

Rosinen: 299 kcal

Datteln: 280 kcal

Avocado: 221 kcal

Passionsfrucht: 97 kcal

Bananen: 88 kcal

Trauben: 73 kcal

(alle Angaben beziehen sich auf 100g der jeweiligen Frucht)

Kalorienarme Früchte

Sternfrucht: 24 kcal

Erdbeere: 32 kcal

Papaya: 32 kcal

Johannisbeere (rot): 33 kcal

Himbeere: 34 kcal

Heidelbeere: 36 kcal

Stachelbeere: 37 kcal

Grapefruit: 38 kcal

(alle Angaben beziehen sich auf 100g der jeweiligen Frucht)

Wir möchten anmerken, dass niemand voreilig auf den Genuss von Obst verzichten sollte, um die eigene Kalorienzufuhr zu reduzieren. Fast immer ist es möglich, Früchte als Alternative zu anderen kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln zu verzehren. Immerhin stellen Früchte nicht nur Energie, sondern auch zahlreiche Nährstoffe bereit.

Einfluss auf die Insulinausschüttung

Besonders für Diabetiker ist die Insulinausschüttung ein wichtiges Thema – aber auch für alle anderen, vor allem diejenigen, die abnehmen möchten. Schüttet der Körper nämlich Insulin aus, so hat dies eine unmittelbare Drosselung der körpereigenen Fettverbrennung zur Folge. Wer beispielsweise abnehmen möchte und fortlaufend süße Snacks (selbst kleine Mengen genügen schon) konsumiert, blockiert die Verbrennung des Körperfetts und erschwert somit den Abnehmprozess.

Die Ausschüttung von Insulin wird durch den Verzehr zuckerhaltiger Speisen angekurbelt. Allerdings nimmt Fructose diesbezüglich eine Sonderrolle ein. Neue Studien zeigen, dass industrielle Fructose einen Risikofaktor darstellt, sie lässt den Blutzuckerspiegel ansteigen und begünstigt somit die Ausschüttung von Insulin.

Anders verhält es sich bei natürlicher Fructose, die keine oder nur eine geringe Insulinausschüttung nach sich zieht. Allerdings sollte diese Eigenschaft nicht als Freischein für einen ungehemmten Obstkonsum verstanden werden. Bei einer erhöhten Zufuhr an natürlicher Fuctose kann der Blutzuckerspiegel ebenfalls rasch ansteigen und Nährstoffe werden dann in Körperfettzellen eingelagert. Wer seinen Blutzuckerspiegel aus gesundheitlichen Gründen genau kontrollieren muss, sollte sich unbedingt von einem Arzt darüber aufklären lassen, welche Auswirkungen der Verzehr von Früchten auf den eigenen Körper hat.

Der Genuss darf nicht zu kurz kommen

Nach all diesen Hinweisen und Warnungen zum Verzehr von Fructose, darf eine Sache jedoch nicht vergessen werden. Viele Menschen möchten Frucht-Smoothies einfach so genießen, ohne sich Gedanken über die Auswirkungen auf die Gesundheit machen zu müssen. Dies ist auch vollkommen in Ordnung, denn letztlich schmecken fruchtige Smoothies besonders lecker und sind ideal geeignet, um andere zuckerhaltige Getränke zu ersetzen oder um beispielsweise Gäste mit leckeren Getränken zu überraschen. Außerdem sind Frucht-Smoothies eine tolle Wahl, um sich selbst zu verwöhnen oder schlichtweg Kinder mit natürlichen Nährstoffen zu versorgen.